Gründerzeitvilla
1130, Wien
Auftraggeber: Privat
WNFL: 400 m²
Einreichung: 2023
Fertigstellung: 2025
Fotos: A. Simon
Bedürfnisse ändern sich, Schönheit bleibt.
Lebensbedingungen, Familienkonstellationen und die dazugehörigen Grundrisse waren 1860 andere als heute:
Die wunderschöne Villa orientierte sich damals ausschließlich zum straßenseitigen Vorgarten. Der viel größere rückwärtige Garten spielte praktisch keine Rolle. Es gab von wenigen Ausnahmen abgesehen, nicht einmal Fenster in diese Richtung.
Ebenso war es 1860 anscheinend selbstverständlich, dass die meisten Räume als Durchgangsräume konzipiert waren – aus heutiger Sicht nahezu unvorstellbar.
Für uns als Planer stellten sich daher zwei zentrale Herausforderungen: Wie lässt sich das Haus, das im Zentrum des Gartens liegt, zu beiden Seiten hin öffnen? Und wie kann die Erschließung so angepasst werden, dass sie heutigen Wohnbedürfnissen im Jahr 2025 gerecht wird?
Die Antwort darauf ist ein lichtdurchfluteter, fließender Übergang vom Vorgarten durch das neu organisierte Erdgeschoss mit einem neuen zentralen Küchenbereich bis hin zum großzügigen rückwärtigen Garten.
Die Verlegung des zentralen Stiegenhauses war sehr aufwändig, aber unerlässlich, um beide Ziele zu erreichen.
Der Weg war lang, manche Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen – insbesondere im Garten, der noch im Umbau ist, doch schon jetzt freuen sich die Bauherren täglich über ihr Juwel.

