Wohnhaus
Neulengbach, Niederösterreich
Auftraggeber: Alpenland
Fertigstellung: 2024
Wohnungen: 25 Einheiten
Wohnnutzfläche: 1.760 m²
Visualisierungen und Fotos: simon + stütz architekten
Auftraggeber: Alpenland
Fertigstellung: 2024
Wohnungen: 25 Einheiten
Wohnnutzfläche: 1.760 m²
Visualisierungen und Fotos: simon + stütz architekten
Bebauung
Die Bebauung ist geprägt durch die rechteckige Geometrie des Grundstücks und den Ansatz, aus wirtschaftlichen Überlegungen keinerlei Unterkellerung auszuführen. Die Nebenräume und Stellplätze sind daher oberirdisch untergebracht. Das Gebäude ist als Punkthaus mit innenliegendem Stiegenhaus geplant. Im EG ist das Stiegenhaus durchgesteckt, wodurch eine natürliche Belichtung und die Zugänglichkeit zum Kinderspielplatz ermöglicht wird.
Neben dem Haupteingang befindet sich in zentraler Lage der Fahrradabstellraum sowie die anderen für die Bewohner relevanten Nebenräume. Alle Wohnungen haben zugeordnete Freiräume in Form von Garten, Loggia, Terrasse oder Balkon. Der Hauptzugang erfolgt über die Wohnstraße im Osten des Grundstücks. Hier sind 38 oberirdische Stellplätze (= Verhältnis 1:1,5; gefordert: 1:2) untergebracht.
Entwurfskonzept
Der Baukörper im Verhältnis 1:2 ist sehr systematisch aufgebaut. Durch umlaufende, raumbildende Loggien im EG kann die Berechnung der Gebäudehöhe optimiert und ein Zurückstaffeln im 2. OG vermieden werden. Das zentrale Stiegenhaus liegt in der Mitte des Baukörpers. Von dieser im EG beidseitig belichteten Erschließungszone sind auch alle Allgemeinräume erreichbar. Ein großzügig ausgelegter Fahrradabstellraum entspricht den Anforderungen der heutigen Zeit und ist direkt vom Freien aus zugänglich. Der Kinderwagenabstellraum ist im hinteren Stiegenhausbereich, im Bereich des Ausgangs zum Kinderspielplatz, geplant.
Im 2. Obergeschoss wird das Stiegenhaus über zwei Oberlichtverglasungen natürlich belichtet. Über zwei Lufträume, die alle Geschosse verbinden, kann Licht bis ins EG fallen. Im Dachgeschoss befindet sich der einzige Grundriss-Sondertyp. Hintergrund ist der Platzbedarf für die Unterbringung der Einlagerungsräume der Wohnungen dieses Geschosses. Alle Wohneinheiten werden barrierefrei ausgeführt.
Qualitäten
Der Baukörper ist in Massivbauweise ohne zusätzliche Vollwärmeschutzfassade geplant. Als Innenwände kommen innerhalb der Wohneinheiten Gipskarton-Leichtbauwände zum Einsatz.
Ein Verputz in Besenstrichoptik betont und beruhigt den länglichen Baukörper. Es wird bewusst versucht, den Baukörper mit nur wenigen Elementen zu gliedern und zu gestalten.
Die außenliegenden Abstellräume, die umlaufenden Balkone sowie die fixen, farbigen Leichtbautrennwände (MAX-Fassadenplatten auf verzinkter Unterkonstruktion) fassen das EG und das 1. OG räumlich. Die einzeln vorgehängten Balkone gliedern die Fassade des scheinbar gestaffelten 2. OG.
Als Geländer wechseln sich im 1. OG massive STB-Brüstungen mit einer einfarbigen Stabgeländerkonstruktion ab. So entstehen sichtgeschützte, privatere Bereiche – vor allem vor den Schlafzimmern. Im 2. OG werden die massiven STB-Brüstungen gedreht und bieten Intimität zum Nachbarbalkon. Vor den französischen Fenstern werden Geländer mit verdrehtem Stabstahl verwendet – eine Art Filter, der das Fenster vor Einblicken schützt.
Die Bodenbeläge der Wohnungen sind durchwegs Parkettböden im gewohnten Standard des Bauherrn. Sanitärräume werden raumhoch verfliest, ebenso sind die Böden rutschfest verfliest ausgeführt. Als Fenster werden Kunststofffenster mit Aluschale zum Einsatz kommen. Das Dach wird als bekiestes Flachdach mit teilweise extensiver Begrünung ausgeführt.