Erweiterung der Seebühne Mörbisch

 

Auftraggeber: Seefestspiele Mörbisch
Kooperationspartner: ZI Karl Fischer
Photos: Seebühne Mörbisch, A. Simon
Fertigstellung: 2013
BGF:  ca. 7.200 m²

Im Rahmen der Umstrukturierung der Seefestspiele Mörbisch wird an einem sensiblen Ort im Naturschutzgebiet mit einem mehrstöckigen Foyer die Tribünenunterseite zu einer einem flexiblem Zentrum des Geländes umgestaltet. Die Rückseite wird zum Portal. Es wird Platz für ein breites Spektrum an Veranstaltungen geschaffen und neben den obligatorischen Operettenaufführungen soll das neue Ambiente auch für einen Jazzabend oder ein Rockkonzert angemessen sein.

Es wird ein moderner Foyerbereich geschaffen, der den Besuchern vor, während und nach den Vorstellungen ein vielfältiges Angebot bieten kann. Vor sommerlichen Gewittern schützt die Besucher künftig ein wind- und regensicherer Bereich. Die Spielzeit kann unter diesen Voraussetzungen in den Spätfrühling und den Frühherbst ausgedehnt werden.
Herzstück des neuen Foyerbereiches bildet der zweistöckige Luftraum, der dem Ort eine Großzügigkeit verleiht und gleichzeitig als Bühne, Ausstellungsfläche und Gastronomiebereich dient. Durch ihn hindurch wird der Besucher auf die Haupterschließungsebene geführt, von welcher man den Blick in die umgebende Seen- und Weinlandschaft genießen kann.

Der geschaffene Raum kann durch verschiebbare Kulissen und Vorhänge sowie durch Lichtspiele dem jeweiligen Anlass entsprechend gestaltet werden. Dem Besucher soll die Möglichkeit geboten werden, selbst das Gefühl der Bühne zu spüren und mit dem Thema spielen zu können. Die Vorstellung beginnt für den Besucher nicht erst mit dem ersten Akt, sondern bereits mit dem Betreten des Festspielgeländes. Die Grenzen zwischen Innen- und Außen, zwischen Bühne und Zuschauerraum, zwischen Schauspieler und Besucher verschwimmen. Mit horizontalen Linien wird stilistisch an die Tribüne angeknüpft. Die bisher überdimensionale und etwas drückende Untersicht der Tribüne wird in mehrere Ebenen aufgeteilt und so im Maßstab dem menschlichenGrößenverhältnis angeglichen.

Die fließenden weißen Linien bilden gleichzeitig die bleibende Konstante innerhalb der sich vieles entfalten kann. Der Raum, der dadurch aufgespannt wird, kann durch verschiebbare Kulissen, Vorhänge und Lichtspiele dem jeweiligen Anlass entsprechend gestaltet werden. Teilweise ist auch eine jährliche Neugestaltung durch den Bühnenbildner des Hauptstückes denkbar. So beginnt die Darstellung nicht erst mit dem ersten Akkord, sondern schon mit dem Betreten des Festspielgeländes.Der Besucher kann sich schon im Vorfeld auf den Abend einstimmen und in eine andere Welt eintauchen.